Die Wetteraussichten waren noch am Vorabend nicht so rosig, in der Nacht regnete es bis in die frühen Morgenstunden. Aber bei Tagesanbruch hatte der Wind die Regenwolken verblasen und zum Start um 10:00 Uhr fanden wir uns in einer Gruppe von 15 Wanderlustigen bei strahlendem Sonnenschein und idealem Wanderwetter bei unserem Treffpunkt Endstation Straßenbahn 60 in Rodaun ein. Manche wären gerne dabei gewesen, aber die Umstände ließen es nicht zu. Etliche haben uns «im Geist» begleitet. Selbst aus Deutschland und der Schweiz schickte man uns herzenswarme Grüße. 

bild 1Nach einer kurzen Begrüßungsrunde und der Einladung, den heutigen Tag mit Anfängergeist, mit ganz neugierigen Augen zu betrachten, so, als ob wir alles zum ersten Mal sehen würden, machten wir uns auf den Weg zur ersten «Station», der Perchtoldsdorfer Haide, einem naturgeschützten Biotop am südlichen Rand von Wien. bild 2Mit einem Handschlag und einem Satz aus dem Herzen begrüßten wir im Kreis unsere Nachbarin, unseren Nachbarn, und hörten die Geschichte von Janos «Ach wie schön ist Panama». Welch ein bezaubernder Auftakt! Panama ist überall. Das gab uns genügend Anschub, den Parapluiberg zu erklimmen, mit herrlichem Ausblick vom Franz-Ferdinand-Schutzhaus aus auf ganz Wien. Den Anstieg nutzten wir, um schweigend zu beobachten, zu benennen, was uns begegnete. Die Natur, die MitwanderInnen, den eigenen Herzschlag, Atem….. Mit einer Reflexionsrunde tauschten wir unsere Erfahrungen aus und wurden uns bewusst, wie «Beobachten» uns eigentlich vom Beobachteten trennt.

wind zuschnittMit Bruder Davids Segen zum WIND aus seinem neuen Buch Die Kraft des Staunens  ging es weiter zu unserer Mittagsrast, dem «Salzstangl-Wirt» nahe der Kugelwiese. Mit herrlicher Speis und Trank gestärkt, nutzten ungenauigkeit zuschnittwir die Mittagsstunde, uns dem «Betrachten» zu widmen. Betrachten ohne Benennen war die Aufgabe. Welch ein Unterschied zum Beobachten. Wie eine Teilnehmerin es auf den Punkt brachte: «Nicht ich sah die Blume an, die Blume zeigte sich mir…». Wie wunderbar! Bruder David spricht da vom «sich ergreifen lassen…», wir haben es erlebt. Genug geübt. Zielsicher machten wir uns auf den Rückweg, um bei den vielen Einzelgesprächen gar nicht zu bemerken, wie wir den falschen Weg eingeschlagen hatten. Weitere 100 Höhenmeter retour durften wir dankbar an Bruder Davids Segen zur UNGENAUIGKEIT denken.

Im abschließenden Spiraldialog vor dem letzten Abstieg hinunter nach Wien - Perchtoldsdorf reflektierten wir diesen prachtvollen Tag voll Dankbarkeit für die vielen Gelegenheiten, die uns «der Himmel» bot. Welch Überraschung zum Schluss: die Gruppe möchte auch im Frühjahr miteinander wandern. So etablierte sich ganz spontan ein zweiter dankbar leben - Wandertag im Jahr, den wir vielleicht sogar nach Salzburg verlegen. Networking at its best!

bild 3   bild 4   bild 5Fotos: Copyright © - Robert Graf

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