In "Kleine Zeitung" Graz, schreibt Mag. Dr. Ernst Sittinger einen Artikel "Bedrohtes Paradies / Vollimmunisierung gegen Verlustangst".
Robert Graf antwortet mit folgendem Leserbrief.

David Steindl-Rast OSB unterscheidet seit einigen Jahren Angst und Furcht. Ängste sind menschlich und wir alle haben Sie in vielfältigen Erscheinungsformen.  Furcht, sagt er, ist Sträuben gegen die Angst. Am Beispiel der Geburt eines Menschen: das Kind, das geboren werden will, kommt zu der Stelle, wo es eng wird, bevor es „ins Leben tritt“. Enge macht Angst (angus). Sträuben wir uns nun durch diese Enge hindurchzugehen, bleiben wir hängen, wir stemmen uns gegen diese Erfahrung. Furchtlosigkeit hingegen erlaubt uns, durch die Angst hindurchzugehen, sich nicht dagegen zu sträuben, sondern mit dem Fluss des Lebens, voll „Gottvertrauen“ ins Neue hineingeboren zu werden. Es gilt also die Angst anzunehmen, aber mit Vertrauen ins Leben, mit Lebensvertrauen durchzugehen. Ich finde das eine sehr hilfreiche Metapher für die Zeiten, die wir derzeit erleben. Nicht in Angst erstarren, sondern „sich ein Herz fassen“ und voll Lebensvertrauen annehmen, was ist und hindurchzugehen. STOPP – LOOK – GO ist ein einfaches Rezept dafür. Innehalten – Innewerden – entschlossen Handeln.
Um mit einem kleinen Bonmot zu enden: wer nicht entschlossen handelt (und die Straße überquert) läuft Gefahr überfahren zu werden.

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