Mai 1994 ©BibliothekDSR
Vortrag und Diskussion bei der existential-psychologischen Bildungs- und Begegnungsstätte Todtmoos-Rütte und in Königsfeld im Schwarzwald (DE).
Bearbeitung der Originalaufnahme und in Themen zusammengefasst: Hans Businger 
 
Vortrag
(00:00) Begrüßung und Einführung in das Thema: Die Mitte finden, in der die großen spirituellen Traditionen zusammenhängen / (05:38) Was heißt das eigentlich? Woher wissen wir das? Warum ist es uns so wichtig? / (08:12) Das ist es! Augenblicke, in denen wir tiefste Zugehörigkeit zur letzten Wirklichkeit erfahren – Wir summen gemeinsam / (17:10) Sinn ist das, worin wir Ruhe finden: Der Sinn ergreift uns, die Wirklichkeit spricht uns an, wenn wir uns ansprechen lassen – Die Erfahrung der westlichen Religionen: Gott spricht / (20:41) Rabbi Sussja von Hanipol (Martin Buber in: Die Erzählungen der Chassidim): Es ist genug an einem Worte – mit e i n e m Wort kann man die Welt erheben, mit e i n e m Wort kann man die Welt entsühnen – Gott spricht ein einziges Wort (Thomas von Aquin): ‚Ich liebe‘ – ‚Du kannst das doch!‘ – Das ist es jetzt! / (24:30) Im echten Schweigen kommt das Schweigen zu Wort: Unterschied von Gespräch und Wortwechsel / (26:56) Der Tanz, die Rundbewegung vom Wort ins Schweigen und vom Schweigen ins Wort: Das Verstehen – Verstehen und Tun gehören engstens zusammen / (29:11) Wort – Schweigen – Verstehen in den Primärreligionen und die unterschiedliche Betonung in den westlichen und östlichen Religionen / (31:06) Die Blumenpredigt des Buddha – Zerreisset die Bücher – Wie schade, dass du es sagen musst / (36:08) Yoga ist Verstehen – Atman und Brahman – Krishna zu Arjuna in der Bhagavad Gita: Tu’s, dann wirst du verstehen / (41:47) ‚Das ist es!‘ in drei verschiedenen Betonungen – Der Reigentanz der Religionen von außen und von innen her betrachtet – ‚Tao‘ und ‚Amen‘: Ausklang mit dem Kanon: Alleluja, Amen

Diskussion

(00:00) Einstimmung mit Gesang / (02:56) Tun durch Nicht-Tun / (05:01) Dort beginnen, wo wir sind: Das Einfache fällt uns schwer / 06:38) Nicht mehr ich lebe, Christus lebt in mir (Gal 2,20) – Den dreifaltigen Gott von innen her verstehen (1 Kor 2,10-16) – Die panentheistische Sicht im Vergleich zum Pantheismus: Wer bin ich denn, dass ich es Gott verweigern sollte, dass Gott ich sein will? / (14:30) Gottraumfahrten und Meilensteine im selben Gott-Raum – Zugehörigkeit ist immer gegenseitig angefangen bei Dingen über Pflanzen und Tiere bis zu: Oh Gott, du bist mein Gott (Ps 63,1) / (30:59) Liebe: Das gelebte Ja zur Zugehörigkeit – Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter – TAO: Weg, Logos, Hausverstand – God isn’t somebody else (Thomas Merton) – Dualismus und Monismus – Wenn das Meer nicht alle Vollkommenheit des Persönlichen hätte, woher hätten es dann die Wellen? (Eido Shimano Roshi) / (41:14) Wir können vertrauen, dass diese Erde sich reinigt – Weniger Fleisch essen – Wasserverbrauch der Rinderzucht in Kalifornien / (47:31) Spiritualität nicht ohne den Köper zu bejahen / (49:47) Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir (Augustinus) – Wir können das zu Hause sein erst finden, wenn wir weggezogen sind / (51:20) Gedanken zum Schweigen bringen: Sie nicht einmal ignorieren, wie die Wolken vorbeiziehen lassen / (54:39) Bei schweren Prüfungen sehen wir erst nachher, dass wir sie gebraucht haben. Wir alle haben Angst vor dem Leben: Das Leben ist ein ununterbrochenes Sterben in größeres Leben hinein. Sterben ist etwas, was wir tun müssen: Ein sich hingeben – Loslassen üben – Hoffnung ist Offenheit für Überraschung im Unterschied zu Hoffnungen, die sich vielleicht nicht verwirklicht haben / (01:02:07) Die wahren Herzensmenschen lassen ihr ganzes Gefühl ins Spiel kommen und ihren ganzen Verstand und ihre ganze Willigkeit, ihren Leib und ihren Geist, ihre ganze Persönlichkeit

Den Frieden hinterfragen (Königsfeld im Schwarzwald)

Vortrag bei der Stiftung Gewaltfreies Leben
(00:00) Dass auch du es erkannt hättest, was dir zum Frieden dient (Lk 19,42) / (03:39) Herkunft des Wortes ‚Friede‘ – Einfriedung und Zufriedenheit / (07:19) Kann Einfriedung zum Frieden führen? – Grenzen, Barrikaden, Gefängnisse (in Kalifornien) / (10:49) Dankbarkeit als Weg, Zufriedenheit zu finden / (15:39) Was ist dieses Es, das alles gibt? – Wie zeigen wir uns diesem Es gegenüber dankbar? – Gegenwart: Jeder Augenblick erwartet etwas von uns / (17:39) Jesu Vater ist wie eine Mutter – Reich Gottes: Gottes Erdhaushalt, Welthaushalt Gottes – Bekehrung: Umsteigen aus der Welt der Zäune und Gefängnisse in die Ordnung der Liebe / (22:49) Jesus befragt die Autorität und verändert das Autoritäts- und Gottesverständnis seiner Zeit völlig: Anders als ein Prophet oder Charismatiker verlegt die Autorität Gottes in die Herzen seiner Hörer – Die Pointe der Gleichnisse Jesu – Deine Sünden sind dir vergeben – Dein Glaube hat dich geheilt – Steh auf! (Apg 3,1-10) / (29:00) Konflikte mit den autoritären Autoritäten und das Versagen der von Jesus Ermächtigten: Wer hat dir diese Vollmacht gegeben? (Joh 21, 23-27) – Viele wandten sich von ihm ab (Joh 6,66) – Die Fußwaschung passend zu: Auf den eigenen Füßen stehen / (34:32) Das Kind in uns pflegen – Die Vorstellungskraft in uns wecken – Wir können uns den Frieden vorstellen / (36:48) O dieses ist das Tier, das es nicht giebt (Rilke, Die Sonette an Orpheus 2. Teil, IV) – Den Frieden finden, stiften, die einzäunende Gesellschaft verlassen – Frieden als Gabe und Aufgabe

Diskussion
(02:05) Der Dalai Lama im Gespräch zu Gewalt in den Religionen / (03:39) und (20:11 ) Kritische Rückfragen  (06:05) Leiden in der Bibel im Bild von Geburtswehen / (10:00) Positive Aspekte von Einfriedung und die Gefahr von Selbstzufriedenheit – Dankbarkeit ist nicht Danke sagen, sondern zeigt sich immer im Tun / (15:56) Das Es als Kraft, Lebenskraft, Weltharmonie

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