17. sowie 19. bis 20. Juli 1989  ©BibliothekDSR
Eröffnungsreferat «Vom Rhythmus des Lebens», Referat «Im paradoxen Sinn erfahren» und Dialog mit David Steindl-Rast vor über 700 Teilnehmern, anlässlich der jährlich stattfindenden Erziehungstagung bei der 38. Internationalen Pädagogischen Werktagung,
Große Aula Universität Salzburg (AT).
Siehe auch Beiträge von David Steindl-Rast im Buch Aufwachsen in Widersprüchen .
Bearbeitung der Originalaufnahmen und in Themen zusammengefasst: Hans Businger 
 
20. Juli 1989
Dialog mit David Steindl-Rast
Teil 1 in folgende Themen zusammengefasst:
(00:00) Einführung / (01:10) Das Jesusgebet, auch Herzensgebet genannt / (03:39) Jean-Yves Leloup: Das Herzensgebet nach Starez Séraphim vom Berge Athos, Neumühle-Verlag, Mettlach 1989, 16 S. / (05:01) Sinnenfreude im Unterschied zu Sinnlichkeit / (05:57) ‚Die Nacht der Sinne‘ (Johannes von Kreuz) als Entwöhnung, unabhängig werden von den Sinnen / (09:28) Die Stufenlehre der spanischen Mystik leicht halten / (11:04) Stufen im Gedicht von R.M. Rilke: ‚Solang du Selbstgeworfnes fängst‘ / (19:13) Br. David liest das Gedicht noch einmal

Teil 2
in folgende Themen zusammengefasst:

(00:00) Einführung / (00:17) Wenn Apparate auf das menschliche Umfeld reagieren können / (01:53) Geist, Hl. Geist, heilende Kräfte / (05:20) Unsere Rhythmen wie Einsamkeit und Gemeinsamkeit, Stille und Aktivität / (06:13) Br. David geht Fragen ein zu seiner aktuellen Lebensweise / (10:34) Ausbildung als Kinderpsychologe / (11:16) Neugier, lat. ‘Curiositas‘ ist von ‚Cura‘, sich sorgen um den Andern, abgeleitet! / (12:15) Ausbildung auf der Kunstakademie / (16:16) New Age Aufgabe / (19:36) Situation der Kirche / (20:10) Charismatische Bewegung / (24:06) Satansglaube und Angst / (27:32) Angst: das Gegenteil von Glaube / (29:01) Unser Bemühen um eine Stellungsnahme / (31:31) Persönliche Einsichten zum Ehe-Sakrament mit Blick auf die Situation in Afrika

Teil 3 in folgende Themen zusammengefasst:
(00:00) D
er Zusammenhang von persönlicher Religiosität und Kirche, bzw. Religion / (01:18) Die persönliche Gotteserfahrung als Ausgangspunkt ‒ ‚Ich bin durch Dich so Ich‘ (E.E. Cummings) / (03:36) Vom Erlebnis zur Lehre ‒ ‚Negative Theologie‘ / (07:33) Vom Erlebnis zur Moral / (11:00) Vom Erlebnis zum Ritual / (12:10) Von der Lehre zu Lehrsätzen ‒ Gefahr des Dogmatismus / (14:49) Von der Moral zum Moralismus / (16:43) Vom Ritual zum Ritualismus / (17:35) Religion kann irreligiös werden ohne menschliches Verschulden / (20:33) Religion wieder religiös machen ‒ Ein Wort von Karl Rahner / (22:38) Der Kreislauf von Lebendigkeit, Erstarrung und wieder lebendig werden / (23:38) Beispiele neuer Lebendigkeit im Bild eines Vulkanausbruchs und Risse in der Lava / (29:09) Wie Jesus uns ermächtigt ‒ ‚Du kannst das!‘ / (31:33) Tod und Jenseits: die traditionelle Lehre und die Sprache von Br. David / (35:33) Das Jenseits beginnt hier ‒ Ein Wort von Kabir / (38:06) Gegenwart Gottes im Herzen, das ‚Jetzt, das nicht vergeht‘ (‚Nunc stans‘) und die Schau Gottes / (40:25) Der Schmerz, wenn wir mit Geisteskranken an Grenzen stoßen / (42:47) Das beherzte Schlusswort einer Teilnehmerin


19. Juli 1989

Im paradoxen Sinn erfahren
Vortrag und Dialog
Teil 1 in folgende Themen zusammengefasst:
(00:00) Was können wir der Schöpfungskraft des Kindes zutrauen? / (02:18) Sinn im Erlebnis von Daheimsein / (03:07) Sinn dem Zweck gegenüberstellen / (04:02) Nachsinnen im Unterschied zu Nachdenken ‒ Bedeutung von Sinnenfreudigkeit, Sinnoffenheit / (05:08) Im Herzen sind wir allein und zugleich all-eins / (07:55) Daheimsein in Gott und immer auf der Suche nach Gott (Augustinus) / (09:37) Sinnen geht über das Denken hinaus / (10:10) Sinn‒Fragen des Herzens ‒ Zunächst: Wer bin ich? / (11:34) Wir reichen aus der Zeit ins Sein, ins Ewige / (17:09) Die Antwort des Schöpfungsmythos / (18:38) Die drei Bestandteile des Schöpfungsmythos / (25:47) Der Genesismythos / (27:12) Ein Apachen Schöpfungsmythos / (31:58) Ich bin ein Sonnenedelstein' (achtjähriger Bub) / (36:47) Die zweite Frage: Worum geht es im Leben? / (37:23) Die Antwort des Heldenmythos ‒ Drei Phasen des Heldenmythos / (38:26) Der Held wird ausgesondert ‒ die Gruppe ‒ wir ‒ identifizieren uns mit ihm / (42:01) Das Überwältigende bewältigen müssen: Abenteuer, Drachenkampf, Liebe und Tod / (42:48) Zerstückelt und siehe, er lebt ‒ Orpheus / (43:36) Rückkehr als Lebensbringer / (44:39) Der ägyptische Josef, Reklame, Kinderbücher, der Prophet Jona, der Cowboy / (49:41) Zusammenfassend: Sinn finden gerade in Widersprüchen, in der Spannung zwischen Ewigkeit und Zeit, zwischen dem, was ist und dem was nur Möglichkeit ist, zwischen Leben und Tod / (50:56) Antwort auf die Frage zu Beginn mit einer Pointe von Anthony de Mello

Teil 2 in folgende Themen zusammengefasst:
(00:00)
Warum ist Gottes Stimme so leise? / (03:53) Mit Kindern den Tod erleben / (09:23) Hilfreiche Bilder / (12:59) Gottvertrauen heilt ‒ Zeichen, nicht Wunder / (13:43) Gesundsein im vollen Sinn ist nicht dem Kranksein gegenübergestellt / (14:54) Glaube ist Antwort auf Gottes Vertrauenswürdigkeit / (15:54) Eine geheilte Schwester erzählt / (20:06) Wie kann ein selbstzerstörerisches Schicksal Stimme Gottes für mich sein? / (20:50) ‚Antonius, kümmere dich um dich selbst …‘ (ein Wort des Wüstenvaters) / (22:35) An unserer Stelle das nächst Beste tun

Teil 3 in folgende Themen zusammengefasst:
(00:00)
Sich auf Gott verlassen, vom Leichteren zum Schwereren / (07:57) Ein Psychotherapeut berichtet / (10:02) Br. David zum Ausdruck 'Seele', zum Thema Reinkarnation im Zusammenhang mit dem Buddhismus / (15:31) ‘Es ging um Opfer bringen, Leibfeindlichkeit und Abwehr von zu viel Freude‘ / (16:59) Manichäische Unterströmung unter dem Einfluss von Augustinus / (19:00) Pflichtzölibat / (20:28) Frauen im Priesteramt / (21:24) Priesterin und christliche Tradition / (22:04) Der lange Weg aus der von Männern bestimmten Rolle / (23:22) Allgemeines Priestertum und das Amtspriestertum

Teil 4 in folgende Themen zusammengefasst:
(00:00)
Widerstand leisten aus dem Gemeinsinn heraus / (03:11) Anonyme Alkoholiker, das Modell für Kirche / (04:55) Eine Teilnehmerin spricht die Kraft des Friedens an / (06:39) Wir sind die Kirche! / (07:24) Der Friede kommt, wenn wir einander vergeben / (08:38) Es beginnt mit dem nächst Besten, dem Hausherrn z.B. / (09:01) Die Schuld auf sich nehmen ‒ Wir sind schuld und ich vergebe / (10:00) Manchmal wirkt das Wort, manchmal das Schweigen / (10:37) Friede vereinbar mit Widerstand, Paradox, Widerspruch und Streit / (11:19) Nicht wie die Welt den Frieden gibt, nämlich angepasst

Teil 5 in folgende Themen zusammengefasst:
(00:00) Dankbarkeit für unsere Sinne ‒ Aufwachen mit den Sinnen / (00:54) Zen Meditation ‒ das Leben ist größer als die Logik / (02:53) Vorschlag, in der Tagung gemeinsam zu meditieren / (04:12) ‘Wir können nicht verzichten‘! ‒ Br. David zum Konzept ‚Verzicht‘ / (05:13) Askese bedeutet Training ‒ Was ist das Ziel? / (06:28) Unterdrückung der Lebendigkeit ‒ Jesus bei der Fußwaschung und Autorität, die aufbaut, und Autorität, die unterdrückt

Teil 6 in folgende Themen zusammengefasst:
(00:00) Br. David nochmals zum Gebrauch des Begriffes ‚Seele‘ / (02:55) Angst im zwischenmenschlichen Kontakt / (05:07) Manchmal hilft es, den Andern um etwas zu bitten / (06:13) Dietrich Bonhoeffer und die Angst vor dem besten Freund / (06:54) Angst, einen Mitarbeiter auf Fehler aufmerksam zu machen / (07:51) ‘Fürchte dich nicht‘ steht 365 mal in der Bibel / (08:33) ‘Und führe uns nicht in Versuchung‘ (Vaterunser Bitte) ‒ Die Versuchung, sich anzupassen / (11:40) Wenn Gott uns nicht versucht, gibt es einen Satan? /
(14:10) Die Allmacht Gottes und die Brüder Karamasow / (15:10) Gott gibt allen Geschöpfen die Freiheit in verschiedenen Graden / (16:28) Glauben heißt sich verlassen / (16:43) Die Allmacht Gottes ist die Allmacht der Liebe / (18:21) Liebe ist das Ja zur Zugehörigkeit, zugleich Sinn finden ‒ das Ziel von ‚sinnen‘ ‒, heimfinden, geborgen zu Hause sein / (19:01) Opium des Volkes? ‒ Es ist zu gut, um wahr zu sein / (19:58) Die Wahl: ‚Absurd‘, wörtlich: absolut taub, oder ‚obaudiens‘: Hinhorchend, gehorchend sein / (21:05) Wenn die religiöse Erziehung nicht Früchte trägt / (23:33) Gottvertrauen in schweren Schicksalsschlägen ‒ schweigend nahe sein

Teil 7 in folgende Themen zusammengefasst:
(00:00) Das Opfer ‒ ein Übergangsritual / (04:18) Die drei Phasen des Opferritus parallel zum Heldenmythos ‒ die Gaben ‚aufgehoben‘ in drei Bedeutungen / (07:05) Ein Schlachtopfer in Indien / (07:41) Dankbarkeit ‒ unser Zugang zum Opferritual / (08:23) Ebenso drei Phasen: Die Gabe als Gabe erkennen, anerkennen und feiern ‒ sich verlassen auf den Geber ‒ wie ein Tod ‒, zugleich Auferstehen in ein neues Leben in Verbundenheit / (10:36) Verstand, Wille und Gefühle sind angesprochen / (10:58) Dankopfer der Chenchu, aufgezeichnet von Christoph von Fürer-Haimendorf


17. Juli 1989

Vom Rhythmus des Lebens
Eröffnungsreferat und Dialog
(00:00) Musik und Begrüßungen / (03:39) Ein Regenbogen als Bild für Widersprüche und Versöhnung ‒ Dissonanz und Harmonie / (06:46) Was ist mit ‚Geistlichem Leben‘ gemeint? / (15:47) Rhythmus des Lebens im Heiligen Geist: Reifung wahrer Menschlichkeit in Gemeinschaft ‒ Erweiterung des Zugehörigkeitsbewusstseins und Vertiefung des Autoritätsverständnisses ‒ Autorität und Autoritäten / (21:56) Veränderung und Gleichbleibendes und das Schema: Entfaltung ‒ Engpass ‒ Krise / (24:01) Zugehörigkeit und Autorität ‒ Brennpunkte von Reifung und Krisen / (25:29) Früheste Kindheit: Engster Kreis und allmächtiges Gegenüber / (26:33) Drei Faktoren in Reifungskrisen: Engpass ‒ etwas zurücklassen ‒ etwas mitnehmen müssen in eine neue Reifestufe / (28:09) Stufe des «Unseresgleichen» und des «Man» / (29:19) Stufe der gesellschaftlichen Konvention / (32:08) Stufe der Ichfindung, Wahlgemeinschaft / (34:32) Welteinsamkeit und die Stufe des Einzelgängers / (36:48) Krise des Einzelgängers ‒ Vereinzelung und Misstrauen / (37:47) Zurücklassen des Universalitätsanspruchs der Logik ‒ Von der Weltanschauung zur Welt-Anschauung: Alleinsein ‒ die andere Seite des All-Eins-Seins / (40:03) «Gott spricht» ‒ gehorsames Hin-Hören und liebende All-Zugehörigkeit am Beispiel des hl. Franziskus / (40:50) Kirche muss Raum sein für alle Reifestufen / (42:28) Raum für Propheten ‒ Reifung des fraglosen Gehorsams zum prophetischen Gehorsam / (43:30) Wie Jesus den prophetischen Gehorsam vorlebt und seine Hörer ermächtigt ‒ Die Fußwaschung / (47:14) Der prophetische Gehorsam, das Ziel der Nachfolge Christi und der christlichen Erziehung ‒ Spannung zwischen der Treue zur Gemeinschaft und der Treue zur Autorität Gottes / (47:46) Drei Versuchungen des Propheten / (50:07) Das Kreuz des Propheten ‒ Krise und Wachstum zusammengefasst im Zeichen des Kreuzes
 

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